Praxis für
Psychotherapie,
Psychiatrie und
Therapeutisches Reiten

Dr. med. Vera Becker
Zechenstrasse 41a
45665 Recklinghausen(Wegbeschreibung)
Telefon  02361-5825962
Telefax  02361-9040924
Mail becker-vera@web.de
Termine nach Vereinbarung
 
 

THERAPEUTISCHES REITEN

Gemeinsam mit dem Pferd in Bewegung kommen.

Die therapeutische Arbeit mit Pferden wird bei entsprechender Indikation und bei Einverständnis der Patientin als spezielle Therapieform miteinbezogen. Die Arbeit mit dem Pferd findet in einem Reitstall in Röllinghausen statt.
Es stellt sich die Frage, warum das Pferd in der Psychotherapie überhaupt einsetzbar ist. Es ist ein Gruppentier einer hierarchisch strukturierten Gruppe und orientiert sein Verhalten an der Einstufung in einen bestimmten Rang. Vom ranghöheren Tier, insbesondere vom Leittier erfährt es Schutz und Geborgenheit. Leittier wird nicht einfach das stärkste Tier, sondern das, welches möglichst viele für das Überleben in der Gruppe wichtige Eigenschaften in sich vereint. D.h. das Gruppentier weiß sich vom dominierenden Gegenüber geschützt. Bei artgerechter Haltung und Umgang in Form von sachorientierter Partnerschaft akzeptiert das Pferd den Menschen und lernt in seiner Ausbildung, sich dem Leittier, in diesem Fall der Therapeutin, unterzuordnen.

Pferde haben einen hohen Aufforderungscharakter, der häufig spontanes Interesse, Anregung und Motivation bewirkt. Diese besondere Anziehungskraft wird in Verbindung gebracht mit der biologischen und kulturhistorischen Nähe zwischen Mensch und Pferd und den entsprechenden Ähnlichkeiten in der sozialen Interaktionsform.

Pferde sind normalerweise bereit, den Menschen mit all seinen Schwächen und Stärken anzunehmen, jeder wird in seinem „Jetzt-so-sein" akzeptiert. Das Pferd hat keinen Anspruch darauf, dass sich jemand verändert, es verfolgt keine Ziele. Für Patientinnen ist die Kontaktaufnahme auf Grund der hohen Akzeptanz seitens des Pferdes leicht. Körperkontakt kann zugelassen werden ohne Angst vor Grenzüberschreitung, es kann zwar eine, im psychoanalytischen Sinn gesehene Übertragung, aber keine Gegenübertragung stattfinden.
Das beim therapeutischen Reiten als Medium verwendete Pferd Matthis ist ein 2000 geborener, brauner Wallach, der sich noch am Beginn seiner Ausbildung befindet. Er ist ein neugieriges Pferd, dabei sehr ruhig und sanft im Umgang mit den Patientinnen. Er scheut nur selten, ist dominant und es bedarf eines stetigen konsequenten Umganges, um die Ranghöhere zu sein und zu bleiben.

Spezielle Therapieziele in der pferdgestützten Therapie:
Psychische Stabilisierung, Ver­än­derung emotionaler Aspekte, Ver­besserung der Affekt­differen­zie­rung, Ver­besse­rung der Angst­bewäl­tigungs­kompe­tenzen, Akti­vitäts­stei­gerung, An­triebs­steige­rung, Stei­gerung der Selbst­wirk­samkeit, Stei­gerung des Selbst­vertrauens, Ver­besserung der Selbst­wahr­nehmung, Verbesserung der Körperakzeptanz, Steigerung der Beweglichkeit, Verbesserung der Körperwahrnehmung, Lockerung der muskulären Anspannung.
Weitere Informationen zur Reittherapie finden sie beim Deutschen Kuratorium für therapeutisches Reiten (www.dkthr.de).